Ev. - Luth. Kirchengemeinde Lägerdorf
- Lutherkirche -


 

Andachten mit Wort und Musik gibt es jeden Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag

Sie werden von den Pastoren und Pastorinnen der Region Itzehoe verfasst und von den Kirchenmusikern Stephan Reinke und Dörthe Landmesser begleitet. Sie sind nicht als Ersatz für die sonntäglichen Gottesdienste gedacht, sondern sollen ein Impuls zum Nachdenken und der Besinnung setzen. Zu finden sind sie unter www.itzehoer-andachten.de oder 04821/82036.


Angedacht im vorbeigehen     

(Alle drei bis vier Tage erscheint hier ein Text mit ein paar Gedanken. 

Sie finden ihn auch im Schaukasten bei der Kirche.)

Hoffnungsläuten“, so lautet eine Aktion, die in manchen Gemeinden schon länger und seit diesem Freitag nordkirchenweit stattfindet. Zwischen Flensburg, Hamburg und Greifswald sollen einmal am Tag die Glocken läuten und die Menschen dazu einladen, innezuhalten und sich dabei auf das zu besinnen, was tröstet und stärkt. Und wer mag kann auch ein Gebet sprechen für jene, die Kraft brauchen in dieser schweren Zeit und der weltweiten Krise.

Indem wir zur gleichen Zeit die Glocken hören, sind wir miteinander verbunden. Zwar sind wir nicht zusammen am selben Ort. Aber indem wir das gleiche tun entsteht trotzdem ein unsichtbares Band der Gemeinschaft. Und dies ist ganz besonders für all jene wichtig, die in besonderer Weise in diesen Tagen an dem mangelnden persönlichen Kontakt und der Einsamkeit leiden. Somit erreicht der Klang der Glocken nicht nur das Gehör, sondern geht tiefer und bringt auch in uns etwas zum Schwingen.

Zudem durchbricht der Klang der Glocken auch die oft kreisenden Gedanken. Es gibt die Möglichkeit, die Sorgen und Ängste einmal zur Seite zu legen und neuen Mut und neue Hoffnung zu bekommen. Für manche ist es auch ein Augenblick, aus der Langeweile und dem Nichtstun herauszufinden und wieder Energie zu spüren und ein Ziel vor Augen zu haben. Und wieder andere leiden in diesen Tagen eher unter Überlastung und Überforderung und haben so die Chance, einmal durchzuatmen.

Dabei hat das tägliche Läuten eine lange Geschichte. Früher wurde sogar morgens, mittags und abends geläutet. Der Tag bekam dadurch Struktur und die Menschen auf dem Felde wussten, ob Mittag war und die Kinder abends, wann sie nach Hause mussten. Und in manchen Kirchengemeinden hat sich diese Tradition bis heute gehalten. Aber besonders wichtig war das Läuten in besonderen Not- und Krisenzeiten.

„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.“, so lautet ein Wort Jesu aus dem Matthäusevangelium. Es braucht auch Rituale, die Trost und Halt geben; die Möglichkeit, mit anderen - selbst auf Distanz - verbunden zu sein; und die Chance, Gott anzuvertrauen, was uns belastet und bewegt, wofür wir danken und bitten wollen.

All dies schwingt mit, wenn auch an den nächsten Abenden die Glocken beim „Hoffnungsläuten“ zu hören sind.

 

Bleiben sie behütet und bleiben sie gesund!


Pastor Thomas Johannsen



 

Infos zu den Folgen des Coronavirus in der Kirchengemeinde

 

Bis auf weiteres finden keine Veranstaltungen in der Kirchengemeinde statt.
Auch die Gottesdienste fallen bis einschließlich Ostern aus. Allerdings ist zu der üblichen Uhrzeit die Kirche geöffnet, so dass eine Kerze angezündet, ein Gebet gesprochen oder ein Segen mit auf den Weg bekommen werden kann.

Das Kirchenbüro ist für den Publikumsverkehr ebenfalls geschlossen, jedoch per Telefon oder E – Mail zu erreichen.

Die Seelsorgerliche Begleitung bleibt jedoch weiterhin gewährleistet und sie können sich selbstverständlich an mich wenden.

 

Wir hoffen auf ihr Verständnis für die Maßnahmen.

 

Gottes Segen und bleiben sie gesund!

 

Pastor Thomas Johannsen