Ev. - Luth. Kirchengemeinde Lägerdorf
- Lutherkirche -

Gottesdienste in den Sommerferien:

Sonntag den 28. Juni 2020 um 10.00 Uhr 

in Oelixdorf mit Pastorin Schlotfeldt

Sonntag den 05. Juli 2020 um 10.00 Uhr

in Lägerdorf mit Pastorin Rieg

Sonntag den 12. Juli 2020 um 10.00 Uhr

in Oelixdorf mit Pastorin Rieg

Sonntag den 19. Juli 2020 um 10.00 Uhr

in Münsterdorf mit Pastor Haverland

Sonntag den 26. Juli 2020 um 10.00 Uhr

in Oelixdorf mit Pastor Willkomm

Sonntag den 02. August 2020 um 10.00 Uhr

in Lägerdorf mit Pastor Johannsen

Sonntag den 09. August 2020 um 10.00 Uhr

in Oelixdorf mit Pastor Willkomm


Sommergeschichten   

Am Mittwoch den 29. Juli 2020 um 15.00 Uhr laden wir wieder zu einem Nachmittag mit sommerlichen Geschichten auf die Terrasse des Gemeindehauses ein. Da die Anzahl der Teilnehmenden begrenzt ist, ist eine vorherige Anmeldung im Kirchenbüro notwendig (Telefon: 352).    


Angedacht     

Was bleiben wird?!

Die vergangenen Wochen haben unser Leben gehörig durcheinander gewürfelt. So manches, was wir erleben mussten, hätten wir uns vor einem halben Jahr nicht träumen lassen: Lockdown, Kontaktverbote, Maskenpflicht beim Einkaufen, kein Singen im Gottesdienst usw. An manches haben wir uns so langsam gewöhnt, anderes ist immer noch fremd. Zwar gibt es noch keinen Impfschutz oder Medikament, aber das Virus scheint im Augenblick beherrschbar zu sein. So hoffen wir alle, dass es zu keiner zweiten Welle kommt und punktuell auftretende Coronaausbrüche nicht wieder zu weitreichenden Einschränkungen führen.

Und so langsam taucht die Frage auf, ob wir einfach zur alten Normalität wieder zurückkehren werden, oder ob wir manche Dinge aus diesen Wochen mitnehmen werden. Denn durch die Tatsache, dass wir in vielen Bereichen unseres Lebens dazu gezwungen waren, bestehendes zu hinterfragen und uns auf Neues einzulassen, ist manches in Bewegung gekommen. Was hoffentlich bleiben wird, ist der freundlich  mitdenkende Blick, wenn Nachbarn nachfragen, ob sie etwas vom Einkaufen mitbringen sollen oder Bekannte anrufen und sich erkundigen, wie es denn so geht. Die Verbundenheit und Hilfsbereitschaft gerade aus den ersten Wochen ist etwas, das unserem Miteinander auch in Zukunft gut tun würde.

Auch das deutlich geworden ist, dass die Digitalisierung wichtig ist und ausgebaut werden muss, hat seine guten Seiten. Videokonferenzen machen lange Anfahrten überflüssig und in manchen Kirchengemeinden ist das Streamen von Gottesdiensten in diesen Wochen zur Selbstverständlichkeit geworden. Doch gibt es bei allen gelungenen Beispielen auch Grenzen und der direkte Kontakt hat schon seinen eigenen Wert. 

Und wer weiß, ob wir uns jemals wieder die Hände schütteln und gute Freunde und Freundinnen ganz ungezwungen in den Arm nehmen? 

Vieles wird die Zukunft bringen und erst mit ein wenig Abstand werden wir ermessen können, wie sehr diese Krise uns und unsere Gesellschaft verändert hat.

Doch bei einem bin ich mir ziemlich sicher (oder hoffe es zumindest), dass es noch lange nachwirken wird: die Verunsicherung unser alten Sicherheiten. Lange Zeit lebten wir mit dem Gefühl, dass der Mensch schon alles schaffen wird und es kein Problem gibt, dass er nicht in den Griff bekommen könnte. Im Zusammenhang mit dem Klimawandel hat diese Fassade schon leichte Risse bekommen, doch in diesen Wochen ist diese Lebenshaltung in Frage gestellt. Unsere immer komplexere Welt ist sehr viel anfälliger, als uns dies im Alltäglichen bewusst ist. Und trotzdem klammern wir uns an die Hoffnung, dass es den Wissenschaftlern schon gelingen wird, ein Mittel gegen das Virus zu finden. Aber wie sollten wir auch optimistisch in die Zukunft schauen, wenn wir dieses Vertrauen nicht hätten? Manchen ist in dieser Krise wieder bewusster geworden, dass wir Menschen nicht alles selber in der Hand haben, nicht alles selber gestalten können. Wir  sind immer auch wieder darauf angewiesen und leben davon, dass es mit Gott einen gibt, der es gut mit uns meint und auf den wir uns verlassen können. Er löst nicht unsere Probleme und sorgt auch nicht dafür, dass dieses Virus einfach wieder verschwindet. Aber er will uns den Mut und die Kraft geben, diese Krise durchzustehen. Wir können unser Möglichstes tun und dürfen gleichzeitig unsere Grenzen erkennen. Wir sind nicht die Erschaffer dieser Welt, aber es gibt den Schöpfer, der uns dabei helfen will, in und mit dieser Welt gut und sinnvoll leben zu können. „Siehe, ich mache alles neu!“ verspricht Gott im letzten Buch der Bibel, in der Offenbarung  des Johannes. Sein Wirken und Bauen an dieser Welt ist noch nicht vollendet, sondern er möchte es mit uns gemeinsam weiter tun.

Bleiben Sie behütet und bleiben Sie gesund.

 Pastor Thomas Johannsen